Mein Don Juanismus


Im Leben Don Juans gibt es keine Sehnsüchte mehr. Was Don Juan ausmacht, ist dass er sich darauf vollkommen einlässt, im Augenblick zu leben. Er sucht es sich nicht aus, ein Verführer zu sein, er ist es einfach. Gerade in diesem einfachen "Sein" triumphiert sein inneres Potential. Don Juan entsteht aus dem Nichts heraus. Doch gerade durch diese Ungezwungenheit gelangt er zu dem illusionslosem Wissen, dass nur noch die Herausforderung an sich, im Leben wichtig ist. Lieben und besitzen, erobern und (sich) ausschöpfen, das ist Don Juans Art zu erkennen. Mit anderen Worten, es geht Don Juan nicht um den Sieg (Ziel), sondern um das ständige überwinden und voranschreiten, ohne Sieg. Steigerungen, wie z.b. besser oder noch besser zu werden, verlieren komplett ihren Wert. Es ist gerade die Verweigerung etwas zu "wollen", durch die sich Don Juan nach "vorne" bewegt. Das Einzige, worin Don Juan nun noch konsequent ist, ist die Konsequenz selbst.

In meiner Kunst geht mir darum, die Malerei aus der Geste entstehen zu lassen. Unvoreingenommenheit spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle. Hemmungslos schreite ich zur Tat. Das Tempo mit dem ich male ist schnell und sprüht vor Vitalität. Kurz, alles ist in Bewegung. Vorskizzierte, fehlerhafte, und willkürliche Bilder, werden hierbei als Momentaufnahmen durch mich festgehalten. Der Momentes des "Aufhörens" ist mir jedoch von wichtiger Bedeutung. Erst ab den Moment, wo ich über mich hinaus wachse und nicht mehr mein Kunstwerk in "gut" oder "schlecht" einstufen kann, habe ich erreicht, was ich anzustreben versucht habe.

Michael Agacki

MY DON-JUANISM


IN THE LIFE OF DON JUAN THERE ARE NO MORE LONGINGS. ONE THING THAT CHARACKTERIZES HIM THE MOST; IS THAT DON JUAN LIVES ONLY IN THE HERE AND NOW. HE DOESN'T NEED TO PROOF THAT HE'S A SEDUCER, HE IS JUST SIMPLY HIMSELF. THAT'S THE BIRTH OF DON JUAN. STRAIGHT BY THIS UNWILLINGNESS HIS POTENTIAL APPEARS ON THE SURFACE. DON JUAN REALIZES THAT ONLY THE CHALLENGE ITSELF REMAINS IMPORTANT. TO LOVE AND TO POSSES, TO CONQUER AND TO EXHAUST(HIMSELF) ARE THE MAIN PERSPECTIVES DON JUAN IS LOOKING THROUGH. IN OTHER WORDS; DON JUAN IS NOT CONCERNED ABOUT THE VICTORY (ACHIEVEMENT), THE ONLY "THING" FOR HIM THAT MATTERS NOW, IS THE CONSTANT OVERCOME AND PROGRESS WITHOUT ANY ACHIEVEMENT(VICTORY). CATEGORIES LIKE BEING BETTER OR MUCH BETTER DO NOT POSSES ANYMORE WORTH. YOU COULD SAY THAT ONLY THROUGH HIS REFUSAL TO "WANT" DON JUAN MOVES "FORWARD". THE ONE THING WHERE DON JUAN IS STILL CONSISTENT NOW IS THE CONSEQUENCE ITSELF.

MY INTENTION IS TO LET THINGS HAPPEN WITHOUT JUDGEMENT. THEREFORE FRUSTRATION IS MY BEST FRIEND. MISTAKES, SKETCHES AND WRONG DECISIONS ARE KEPT ON THE CANVAS AND CREATE AN UNKOWN AND NEW CONDITION WITHIN THE PAINTING. BECAUSE OF THIS YOU COULD SAY THAT THE STATE OF "GOING THROUGH" PLAYS THE MAIN CHARACTER. IN OTHER WORDS; "THE PROCESS" IS THE MAIN TOPIC OF MY WORK.
ALSO I BELIEVE THAT ART IS AN PURE CREATIV ACT WITHOUT PLANNING OR PREPARATION. MY GOAL IS TO EXPAND THIS ACT OF "IMPROVISATION".
I WANT TO LEARN TO LENGHTEN THE TIME BETWEEN THE FIRST IMPRESSION AND THE CARRYING OUT, IN OTHER WORDS I WANT TO STRETCH THE AUTHENTICAL WAY, SO THAT I CAN PUT MORE DEPTH INTO THE WAY I PAINT.


MICHAEL AGACKI